Fem:rise Leipzig
EMPOWERMENT - SELBSTBEHAUPTUNG - SELBSTVERTEIDIGUNG
Als Kollektiv „Fem:rise Leipzig“ beschäftigen wir uns mit der Entwicklung und Durchführung von Workshops zum Thema Empowerment für Mädchen* und Frauen*. Die Hauptziele der Workshops sind das Bewusstwerden und anerkennen individueller Grenzen und die Förderung von Autonomie, Selbstsicherheit und einem feministischen Solidaritätsverständnis, um das Risiko sexualisierter Gewalt zu minimieren und geschlechtsbasierter Diskriminierung entgegenzutreten. Kampfsport im Rahmen der Selbstverteidigung und Selbstbehauptung zielt dabei auf eine Steigerung der individuellen Konfliktkompetenz und einem damit einhergehenden Bewusstwerden von Verhaltensweisen in bestimmten Stresssituationen, aber auch festgefahrenen alltagstypischen Verhaltensmustern ab.
Träger, Projekte und Schulen mit denen wir bisher (u. a.) kooperiert haben:
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- Paul-Robeson-Schule Leipzig
- Gutenbergschule Leipzig
- Helmholtzschule Leipzig
- Loft 64 (RAA Leipzig e.V.)
- Projekt Free Your Mind (Deutscher Kinderschutzbund Leipzig e.V.)
- Suedpol Leipzig (Jugendhaus Leipzig e.V.)
- Fachberatungsstelle Leila (Aidshilfe Leipzig e.V.)
- Halle 5 e.V.
Fem:rise bietet Hilfe zur Selbsthilfe!
Das Projekt „Fem:rise Leipzig“ ist ursprünglich als Antwort auf die schwierige Situation von Mädchen* im Rahmen schulischer Settings entstanden. Aufgrund geschlechtsbasierter Diskriminierung und sexualisierter Gewalt gegenüber Mädchen* im schulischen Alltag wurde deutlich, dass es dringend präventiver Angebote bedarf, um die Mädchen* in ihrem Selbstwert zu bestärken.
Mit der Mädchen*arbeit als Grundlage und der Fokussierung eines präventiven Ansatzes zur Verhinderung sexualisierter Gewalt, ist der Empowerment-Ansatz ressourcenorientiert ausgerichtet. Empowerment zielt hierbei nicht auf die Verhinderung diskriminierender und ausgrenzender Strukturen ab, sondern auf die Stärkung der Eigenmacht und einer einhergehenden Erhöhung der Selbstsicherheit, die dazu dient einen besseren Umgang mit einer belastenden Situation in besagten Strukturen zu entwickeln.
Was wir anbieten
Die Grundlage unseres Projektes ist der Empowerment-Ansatz, welcher sich als mutmachende, dem Alltag angepasste Handlungsorientierung versteht. Somit bieten wir Empowerment-Workshops mit verschiedenen Umfängen und Zielausrichtungen an - individuell angepasst an die Bedürfnisse der Teilnehmenden. Unser Hauptaugenmerk liegt auf ausgiebigen Erfahrungsaustausch innerhalb der Lebenswelt der jeweiligen Mädchen* bzw. Frauen* und einem Kampfsport-Exkurs, in dem die Teilnehmenden laut werden und aus sich rauskommen dürfen.
Wer wir sind
Hallo, ich bin Lea.
Wie ich zu Fem:rise LE gekommen bin? Nun, da muss ich etwas weiter ausholen: Seit ich denken kann, ist mir Ungerechtigkeit ein Graus. Aufgewachsen als weiblich gelesene Person, lernte ich schnell, dass die Gesellschaft und das Land, in dem ich lebe, Menschen nicht gerecht behandelt. Nicht gerecht, im Sinne von gleichberechtigt. Neben anderen Unterdrückungsformen, ist die patriarchale Unterdrückung des Weiblichen durch das Männliche, eine zentrale, verhärtete und für mich nicht einfach hinnehmbare Herrschaftsstruktur, gegen die es zu kämpfen gilt. Schon als junge Frau besuchte ich deshalb Selbstverteidigungs- und Kampfkunstkurse, las feministische und revolutionäre Literatur und schloss meine Ausbildung als Yogalehrerin ab. In den darauffolgenden Jahren intensivierte ich mein sportliches Treiben - trainierte über Jahre lang mehrmals wöchentlich Thai-Boxen, Boxen und BJJ, sodass ich nun ein Level erreicht habe, auf dem ich mich wohl und stark fühle, sowie fähig mein Wissen und meine Erfahrung mit anderen zu teilen. Ich möchte Frauen und Queers solidarisch zur Seite stehen, so gut ich kann und sie bei dem Prozess unterstützen, sich selbst lieben und schätzen zu lernen, sowie sich zu behaupten und für sich einzustehen. Dabei ist mir wichtig die verschiedenen Ebenen von Empowerment zu betrachten - individuell, kollektiv, psychisch und physisch.
Hallo, ich bin Lea. Wie ich zu Fem:rise LE gekommen bin? Nun, da muss ich etwas weiter ausholen:
Hey, ich bin Tobias.
Kampfsport ist für mich Hobby, Beruf und Leidenschaft zugleich. Angefangen habe ich in meinem 17. Lebensjahr mit Kickboxen und erlangte unter anderem durch abwechslungsreiches Training und verschiedene Wettkämpfe im Laufe der Zeit meinen heutigen Erfahrungsstand. Mittlerweile bin ich über 30 und selbst Trainer von verschieden Disziplinen. Kampfsport bietet viel ungenutztes Potential, weshalb ich davon überzeugt bin, dass eine achtsame Ausführung des Sports für alle Teilnehmende eine mentale Bereicherung sein kann. Leider wird das Hobby oft nur bestimmten Personengruppen, genauer gesagt die der Männer, zugeschrieben. Andere, die nicht der tradierten Norm entsprechen - aufgrund von Gender, mangelndes Selbstbewusstsein oder gar „Unsportlichkeit“ - werden strukturell davon ausgeschlossen. Ich möchte daher meine Erfahrungen und Fähigkeiten nutzen und die empowernde Wirkung des Sports besonders jungen Menschen zugängig machen, allen voran denen, die von gesellschaftlicher Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen sind.
Hey, ich bin Tobias. Kampfsport ist für mich Hobby, Beruf und Leidenschaft zugleich. Angefangen habe ich in meinem 17. Lebensjahr mit Kickboxen und erlangte unter anderem durch abwechslungsreiches Training und verschiedene Wettkämpfe im Laufe der Zeit meinen heutigen Erfahrungsstand.
Hey mein Name ist Annabell.
Seit nun mehr als 15 Jahren betreibe ich leidenschaftlich gern Sport. Meine Kenntnisse reichen dabei von leistungssportlichen Erfahrungen in der Kindheit/Jugend bis hin zu aktuellem Wettkampfsport im Freizeitsportbereich. Neben meiner Vorliebe für Kraftsport habe ich 2020 den Weg in den Kampfsport (vorrangig Brazilian Jiu Jitsu) gefunden. Das Interesse am Kampfsport gab es allerdings schon viel früher. Grund diesem Interesse nicht weiter Beachtung zu schenken waren damals diverse Hemmnisse gegenüber Kampfsport-Gyms - einerseits durch die überwiegend männlich dominierten Kurse, andererseits durch das oftmals problematische politische Umfeld der Gym-Mitglieder. Durch mein Studium der Sozialen Arbeit (B.A./vsl. M.A.) habe ich mich oft gefragt wie Soziale Arbeit, gerade im Rahmen der Mädchen*arbeit mit Sport verknüpft werden könnte. Kampfsport hat mir ein besseres Körpergefühl verliehen und gezeigt, dass nicht ausschließlich Muskelkraft nötig ist, um sich in übergriffigen Situationen adäquat wehren zu können. In diesem Kontext möchte ich mein Wissen und meine Erfahrungen mit Mädchen* und Frauen* teilen und sie hin zu einer selbstbewussteren Körperwahrnehmung und einem solidarischen Miteinander supporten.
Hey mein Name ist Annabell. Seit nun mehr als 15 Jahren betreibe ich leidenschaftlich gern Sport. Meine Kenntnisse reichen dabei von leistungssportlichen Erfahrungen in der Kindheit/Jugend bis hin zu aktuellem Wettkampfsport im Freizeitsportbereich.
Hallo, ich bin Laura.
Zum Kampfsport bin ich durch andere starke Frauen gekommen, die mich ermutigt haben zum Training zu gehen. Im Laufe der Jahre ist eine Leidenschaft entstanden und der Wunsch junge Menschen so zu stärken, dass sie ihren Selbstwert und ihre psychische und physische Stärke kennen und nutzen können, um sich durchs Leben zu beißen. Kampfsport ist für mich Selbstermächtigung und Ausgleich zu meinem sonst recht turbulenten Alltag. Ich arbeite als Sozialarbeiterin in einem feministischen Gewaltschutzverein und trainiere seit vielen Jahren Muay Thai (Thaiboxen) und bin aktive Wettkämpferin. Die Auswirkungen geschlechtsspezifischer Gewalt sind mir bekannt, weshalb ich feministisch streiten, patriarchale Strukturen hinterfragen und für Irritationen sorgen möchte. Mit Fem:rise will ich einen Beitrag zur Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt leisten.
Hallo, ich bin Laura. Zum Kampfsport bin ich durch andere starke Frauen gekommen, die mich ermutigt haben zum Training zu gehen.
Hallo, ich bin Ronja.
Ich mache seit einigen Jahren leidenschaftlich gerne Kraftsport und sehe darin auch eine gute Basis um sich physisch und psychisch stärker und sicherer zu fühlen. Außerdem ist es ein nicht wegzudenkender Ausgleich für mich, weil das Training so viel Konzentration erfordert, dass ich in dieser Zeit wirklich an nichts anderes denken kann.
Beruflich bin in der sozialen Arbeit und Sexualpädagogik unterwegs. In meiner Arbeit (aber natürlich auch privat) sind mir Gewaltschutz, Machtkritik und Vernetzung besonders wichtig.
Mit Unterdrückung und geschlechtsspezifischer & patriarchaler Gewalt möchte ich mich nicht abfinden, weshalb ich mich schon als junger Mensch mit diesen Ungerechtigkeiten beschäftigt und über sie gestritten habe.
Es braucht mehr Räume fürs erstarken und vernetzen von FLINTA Personen und ich möchte gemeinsam mit ihnen Sprachlosigkeit verlernen, strukturelle Gewalt benennen und einen Raum für empowernde und emanzipatorische Prozesse geben. Am liebsten in Kombination mit Sport und Austausch.
Hallo, ich bin Ronja. Ich mache seit einigen Jahren leidenschaftlich gerne Kraftsport und sehe darin auch eine gute Basis um sich physisch und psychisch stärker und sicherer zu fühlen.
WIR FREUEN UNS AUF DICH
Kollektiv Fem:rise Leipzig
Verantwortlich: A. Pfützner
info [ at ] femrise.net
c/o linXXnet
Brandstraße 15
04277 Leipzig
